Es war fast auf den Tag genau vor fünf Jahren, als der Social-Media-Gigant Facebook an der US-Börse Nasdaq sein Börsendebüt feierte. Und nachdem die Aktie in den ersten Minuten nach Börseneröffnung von 38 US-Dollar auf über 43 US-Dollar stieg, deutete vieles auf einen vollen Erfolg hin – ehe die Aktie in den nachfolgenden Stunden und Wochen von den Anlegern abgestraft und bis auf 17,55 US-Dollar „durchgereicht“ wurde. Die Analysten überschlugen sich mit Meldungen zur Überbewertung von Facebook, der schlechten Marktstellung Facebooks im Mobilgeschäft sowie der geringen Ertragskraft des Unternehmens. Nun, fünf Jahre später, kann man über die damaligen Feststellungen und Aussagen eigentlich fast nur noch den Kopf schütteln: Facebook verfügt über zwei Milliarden Nutzer weltweit, dominiert zusammen mit den Töchtern WhatsApp und Instagram den mobilen Nachrichten-und Bilderaustausch und jüngst konnte das Unternehmen seinen Gewinn um 77 % auf über 3 Milliarden US-Dollar steigern. Angesichts dieser Zahlen ist auch die aktuelle Strafe der EUKommission in der Höhe von 110 Millionen Euro wegen der unerlaubten Weitergabe von Nutzerdaten verkraftbar. Und es deutet auch nichts darauf hin, dass der Siegeszug von Facebook im Bereich der sozialen Netzwerke zu stoppen ist: Eine Mitgliedschaft bei Facebook gilt heutzutage als obligatorisch, WhatsApp ist von fast keinem Smartphone mehr wegzudenken. Die hohen Netzwerkeffekte sorgen für eine langfristige Absicherung der Marktposition. Rückblickend war der Börsengang trotz all der damaligen negativen Kritik für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Anleger konnten sich seit dem Börsengang über eine jährliche Rendite von 31 Prozent freuen – nicht schlecht für ein Unternehmen, dessen Börsengang vom renommierten Wall Street Journal als „Fiasko“ betitelt wurde.